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  • 19.06.2018

Landesbeauftragte des Europäischen Wettbewerbs treffen sich in Berlin

Zwar gibt es in Deutschland nur 16 Länder, doch zum jährlichen Landesbeauftragten-Treffen des Europäischen Wettbewerbs am 12. und 13.6.2018 reisten gleich 21 Personen an. Grund für das rekordverdächtige Interesse – de bundesweite Umstellung auf das neue Anmeldeverfahren steht an und die Akteure auf Landesebene nutzten die Chance, sich mit dem neuen System vertraut zu machen.

Vorab stand jedoch der Austausch über die fast vollendete 65. und die in Planung befindliche 66. Wettbewerbsrunde auf dem Programm. Der Teilnahmerekord der 65. Wettbewerbsrunde sorgte allerorten für Freude, aber auch für entsprechend viel Arbeit – die Landesjury Baden-Württemberg hatte beispielsweise in einer Woche über 10.000 Bilder, Texte und Videos zu jurieren.

Seit Anfang Mai haben die Landesbeauftragten nun alle Hände voll zu tun mit der Organisation von Preisverleihungen – etwa 70 Veranstaltungen finden zwischen Mai und September bundesweit statt. Intensiv tauschten sich die Anwesenden darüber aus, wie man Preisverleihungen in einer optimalen Mischung aus Effizienz und Wertschätzung für die Schüler/-innen und Lehrer/-innen strukturiert und wie sich eTwinning-Projekte optimal einbinden lassen. Auch das Verhältnis von Landes- und Bundespreisen und die Vergabe von Urkunden an Lehrkräfte wurden einer kritischen Bestandsaufnahme unterzogen.

Nach einem erfolgreichen Pilot in 2016 und zwei ebenso gelungenen Regionalfortbildungen in Berlin und NRW planen gleich fünf Länder für 2018 Fortbildungen zum Europäischen Wettbewerb – das jährliche Treffen bietet Raum, um sich in solchen Neuerungen zu begleiten und voneinander zu lernen. Einen tieferen Einblick gewährte in diesem Jahr Landesbeauftragter Sinan Beygo in den Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz, der mit einigen Besonderheiten aufwartet: Hier gibt es Kreisjurys und zugleich eine jahrzehntelange Kooperation mit polnischen Schulen.

Die jährliche Sitzung schloss mit einem Blick in die Themen und Plakatgestaltung der kommenden 66. Wettbewerbsrunde. „YOUrope – es geht um dich!“ ist das Motto, zu dem der 66. Europäische Wettbewerb im kommenden Schuljahr und anlässlich der Europawahl 2019 dreizehn Aufgabenstellungen über verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Europa anbietet.

Nach einer Kaffeepause wurden dann die Laptops aufgeklappt und ein erster Blick in die neue Datenbank geworfen. Bis in den Nachmittag des Folgetages setzten sich die Landesbeauftragten intensiv mit der neuen Verwaltungssoftware auseinander, über die sich künftig alle Lehrkräfte und Schüler/-innen registrieren und über die ab August 2018 die gesamte Verwaltung des Wettbewerbs erfolgt. Der Grund für die Umstellung ist erfreulich – die hohen Teilnahmezahlen von 85.000 Teilnehmenden pro Schuljahr erfordern dringend eine effizientere Verwaltungsstruktur.

Technisch ist die Datenbank ein großer Gewinn, da waren sich die Anwesenden einig, doch befürchten viele, dass einige Lehrkräfte und Schüler/-innen dem ungewohnten System skeptisch begegnen werden. Gemeinsam wurden Ideen ausgetauscht, wie frühzeitig und umfassend auf das neue Verfahren vorbereitet werden kann. Auch bei dieser Herausforderung zeigte sich – die Akteure des Europäischen Wettbewerbs können sich aufeinander verlassen, sie ziehen an einem Strang, um den ältesten Schülerwettbewerb Deutschlands optimal weiterzuentwickeln.