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Pressemitteilung | Ergebnisse der 66. Runde „YOUrope – es geht um dich!“

Europa gestalten – Deutschlands ältester Schülerwettbewerb gibt Kindern und Jugendlichen vor der Europawahl eine Stimme.

Berlin und bundesweit – Der 66. Europäischen Wettbewerb rief Kinder und Jugendliche vor der Europawahl auf, ihre Stimme zu erheben und sich aktiv einzubringen. 70.057 Kinder und Jugendliche von über 1.100 Schulen formulierten kreative Forderungen an die Politik – mit Bildern, Plakatkampagnen, Videos, selbst komponierter Musik, Poetry Slams oder internationalen eTwinning-Projekten.

Motiv von Emilie Gudat-Oaten vom Friedrich-Ebert-Gymnasium Sandhausen

Was möchtest du für Kinder und Jugendliche verändern? Wie könnt ihr eurer Schule zeigen, wie wichtig Europa für uns alle ist? Ist Street Art Vandalismus, Protest oder Kunst? Welche Rolle spielen Influencer, Fake News und Social Bots in der Meinungsbildung? Die 13 altersdifferenzierten Aufgabenstellungen luden dazu ein, europäische Politik, Gesellschaft und Kultur kreativ zu erforschen. Auffällig stark vertreten unter Grundschülern wie Abiturienten: Die Sorge um Klima und Umwelt, die Wut über die Tatenlosigkeit der Erwachsenen.

Ebenfalls auf der Agenda der Schülerinnen und Schüler: LGBT- und Frauenrechte sowie Wertschätzung für Vielfalt und die Situation von Geflüchteten. Kinder der Siegfried-Drupp-Grundschule in Dortmund bewiesen in einem berührenden Video eindrucksvoll, wie bereichernd sie die Vielfalt in ihrer Klasse erleben.

Die Oberstufenschülerinnen und -schüler setzten sich mit ihrer digitalisierten Lebenswelt auseinander. Es entstanden erstaunlich (selbst-) kritische Arbeiten der „digital natives“, in denen ihre Überforderung mit der Masse an Informationen und die Frustration über ständiges Product Placement von Influencern deutlich wird. Die Jugendliche analysieren schonungslos, wie ihre Generation den klassischen Medien den Rücken gekehrt und nun mit Fake News und Manipulation in den sozialen Medien zu kämpfen hat. Einige haben im Rahmen ihrer Wettbewerbsteilnahme den Algorithmen und Filterblasen den Kampf angesagt, dafür Social Media-Profile gezielt manipuliert oder selbst Instagram-Kampagnen gestartet.

Motiv von Franka Kanzelmeier vom Gymnasium Sulingen

Vor der anstehenden Europawahl werben die Kinder und Jugendlichen, die selbst noch nicht abstimmen dürfen, umso eindringlicher dafür, wählen zu gehen. In unkonventionellen und humorvollen Kampagnen fordern sie: „Subscribe – das machst du doch jeden Tag!“ oder „Sei stärker als deine stärkste Ausrede – geh wählen!“.

Hannah Knauf, Pauline Silz und Sophie Habyarimana vom Frauenlob-Gymnasium Mainz (Rheinland Pfalz) haben sich für eine andere Form der Mobilisierung entschieden: In ihrem groovigen selbst komponierten Song „Zukunftsstimme“  erklären sie singend und tanzend die Funktion und Bedeutung des Europäischen Parlaments und rufen zur Europawahl auf.

Die kreativen Arbeiten der Kinder und Jugendlichen zeigen: Die Europäische Union kann vor der kommenden Europawahl eine Menge von der jungen Generation lernen! Gerne organisieren wir für Sie Gesprächstermine mit Schülerinnen und Schülern oder anderen Akteuren des Europäischen Wettbewerbs.

Wie geht es weiter beim Europäischen Wettbewerb?

Ab sofort sind die ausführliche statistische Auswertung und die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger auf Bundesebene veröffentlicht. Informationen zu den Landespreisträgern erhalten Sie von unseren Landesstellen.

Ab Mai finden Sie auf unserer Website, auf Flickr und Youtube hunderte Bilder, Texte, Videos und Songs, die im Rahmen des 66. Europäischen Wettbewerbs entstanden sind. Gerne stellen wir Ihnen Material zusammen!

Ab Mai finden in ganz Deutschland über 80 Preisverleihungen statt, häufig übergeben Minister, Staatssekretäre, Landtagspräsidenten oder Bürgermeister die Preise. Sie sind herzlich eingeladen!


Pressekontakt

Janin Hartmann, Projektleiterin
E janin.hartmann@netzwerk-ebd.de

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Der Europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb in Deutschland und erreichte 2019 über 70.000 Schülerinnen und Schüler. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von allen Kultusministerien, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Auswärtigen Amt gefördert.