Pressemitteilung: Ergebnisse des 73. Europäischen Wettbewerbs

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Wie erleben junge Menschen Europa – und wie möchten sie es mitgestalten? Mit diesen Fragen haben sich 74.938 Schülerinnen und Schüler in der 73. Runde des Europäischen Wettbewerbs auseinandergesetzt.

Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ entstanden zehntausende Gemälde, Songs, Gedichte und Kurzfilme, die eindrucksvoll zeigen, wie reflektiert und engagiert die junge Generation Europa wahrnimmt.

Der Europäische Wettbewerb zeigt auch in diesem Jahr eindrucksvoll, wie europapolitischen Bildung lebendig und praxisnah gelingen kann. In insgesamt 13 Aufgaben setzten sich die Teilnehmenden künstlerisch und kritisch mit Themen wie Menschenrechten, Gleichberechtigung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischen Prinzipien auseinander. Ihre Arbeiten greifen aktuelle Herausforderungen auf und formulieren klare Erwartungen an und für ein starkes, wertebasiertes Europa.

Die hohe Beteiligung unterstreicht die anhaltende Relevanz des Wettbewerbs: Insgesamt nahmen 74.938 Kinder und Jugendliche teil, was einer leichten Steigerung im Vergleich zum Vorjahr und zugleich dem höchsten Teilnahmewert seit 2020 entspricht. 1.274 Schulen aus ganz Deutschland sowie von Deutschen Schulen im Ausland beteiligten sich (+55 Schulen im Vergleich zum Vorjahr). Insgesamt 19.797 Arbeiten lagen den Jurys zur Bewertung vor.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist das ausgezeichnete Video der Kinder der vierten Klasse der Siegfried-Drupp-Schule. In ihrem Beitrag treten sie ans „Kinderklagepult“ und machen auf die Diskrepanz zwischen den in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Rechten und der gelebten Realität aufmerksam. Ihr Appell: Die Perspektiven junger Menschen müssen ernst genommen werden.

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Die ausgezeichnete bildnerische Arbeit der 15-Jährigen Hanna Kindler vom Immanuel-Kant-Gymnasium Pirmasens zeigt den Blick aus einer engen Hochhausschlucht hinauf zu bunten Ballons – Sinnbilder für Gedanken und Hoffnungen. Graue Fassaden und beobachtende Figuren großer Digitalkonzerne verweisen auf Einflüsse, die gedankliche Freiheit begrenzen wollen. Doch die Botschaft ist klar: Gedanken lassen sich nicht einsperren. So verbindet die Schülerin persönliche Erfahrungen mit dem Schutz der Meinungsfreiheit als zentralem europäischen Wert.

Projektleiter Enno Coordes erklärt: „Die Vielfalt und Qualität der Beiträge zeigt, mit wie viel Engagement sich junge Menschen mit Europa auseinandersetzen. Der Europäische Wettbewerb macht sichtbar, dass sie nicht nur Fragen stellen, sondern klare Erwartungen an die Zukunft formulieren.“

Ausführliche statistische Auswertungen der einzelnen Bundesländer sowie die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger auf Bundesebene finden Sie online. Ausgewählte Arbeiten von Schülerinnen und Schülern finden Sie auf unserer Website, auf Instagram und YouTube. Auch im Best-of-Film sind zahlreiche Werke zu sehen. Die Arbeiten können mit Bezug zum Europäischen Wettbewerb genutzt werden

Der Europäische Wettbewerb wurde 1953 in Frankreich als Aufsatzwettbewerb initiiert und wird seit 1954 auch in Deutschland durchgeführt. Träger ist die Europäische Bewegung Deutschland e.V. In Deutschland gilt er damit als der älteste Schülerwettbewerb. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird auf Bundesebene vom Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie vom Auswärtigen Amt gefördert. Die Verantwortung für die Durchführung tragen gemeinsam die Kultusbehörden der Länder und die Europäische Bewegung Deutschland e.V.. Jedes Jahr beteiligen sich mehr als 1.300 Schulen sowie bis zu 75.000 Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen an diesem traditionsreichen Wettbewerb.

Die Pressemitteilung als PDF finden sie hier.

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