74.337 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen haben im 72. Europäischen Wettbewerb unter dem Motto „Europa? Aber sicher!“ ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Entstanden sind zehntausende Gemälde, Songs, Gedichte oder Kurzfilme zu europapolitischen Fragestellungen, die die Stimmen der Jugend zum Thema Sicherheit in seinen vielfältigen Facetten laut werden lassen.
Der Europäische Wettbewerb konnte so auch in diesem Jahr seinen Beitrag zur (europa)politischen Bildung leisten. Die jungen Teilnehmenden haben sich künstlerisch und reflektiert im Rahmen der 13 Aufgaben der 72. Wettbewerbsrunde mit den Herausforderungen rund ums Thema Sicherheit in Europa auseinandergesetzt – von Datenschutz bis Frieden, von Nahrungsmittelsicherheit bis zum Schutz unserer Demokratie. Der Wettbewerb stärkt das Bewusstsein für gemeinsame europäische Werte und fördert das Verständnis politischer Zusammenhänge im Kontext der Europäischen Union.
Die deutlich gesteigerte Beteiligung zeigt, dass der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands thematisch jung geblieben ist: Insgesamt 74.337 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der diesjährigen Wettbewerbsrunde, ein Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der teilnehmenden Schulen erhöhte sich um 33 auf 1.219 Schulen aus ganz Deutschland sowie von Deutschen Schulen im Ausland. Die mehr als 20.500 entstandenen Arbeiten, die den Jurys vorlagen, reflektieren nicht nur aktuelle europäische Ereignisse und beleuchten die EU-Politik kritisch, sondern zeigen auch Zukunftsvisionen auf und würdigen die Errungenschaften Europas.
Angela (9), Mariama (11) und Aroosha (10) feiern in ihrem Rap „Europa – fantastisch gewachsen!“ Europa als Raum der Sicherheit, Freiheit und Menschenrechte. Die Schülerinnen der Siegfried-Drupp-Schule Dortmund finden: „Europa – fantastisch gewachsen, bombastisch. Ein Europa wie hier, das haben nur wir. Unser Leben gilt. Alles was zählt, bist du und ich. Fantastisch!“ Eine Ode an das vereinte Europa mit Ohrwurmgarantie, die die Auszeichnung „Beste Arbeit der Aufgabe“ in der Bearbeitungsform Medien erhielt.
Eine weitere Auszeichnung als beste Arbeit erhielt das Kunstwerk der Schülerin Finnja Peppler (17) vom Staatlichen Gymnasium „Am Lindenberg“ in Ilmenau. Sie setzte sich auf beeindruckende Weise mit der Nahrungsmittelsicherheit in Europa auseinander. In fotorealistischer Malweise stellt sie eine provokante Vision zukünftiger Ernährung dar, bei der Fast Food als Tabletten auf einer Zunge liegt. Ihr Plädoyer: Lebensmittel zugänglicher und ressourcenschonender zu produzieren, statt sie durch synthetische Ersatzstoffe zu ersetzen und Europas Stärke in der Verbindung von kulinarischer Tradition und technischem Fortschritt sehen.

Eine weitere Auszeichnung als beste Arbeit erhielt das Kunstwerk der Schülerin Finnja Peppler (17) vom Staatlichen Gymnasium „Am Lindenberg“ in Ilmenau. Sie setzte sich auf beeindruckende Weise mit der Nahrungsmittelsicherheit in Europa auseinander. In fotorealistischer Malweise stellt sie eine provokante Vision zukünftiger Ernährung dar, bei der Fast Food als Tabletten auf einer Zunge liegt. Ihr Plädoyer: Lebensmittel zugänglicher und ressourcenschonender zu produzieren, statt sie durch synthetische Ersatzstoffe zu ersetzen und Europas Stärke in der Verbindung von kulinarischer Tradition und technischem Fortschritt sehen.
Der Europäische Wettbewerb ist ein wichtiger etablierter Baustein in der europapolitischen Bildungslandschaft – und als dieser wichtiger denn je. Eine hohe Anzahl an Erstwählerinnen und Erstwählern wählten bei der Bundestagswahl 2025 zu einem beträchtlichen Teil anti-europäische Parteien. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Europäischen Bewegung Deutschland e.V. vom Dezember 2024 zeigt, dass fast 60 Prozent der deutschen Bevölkerung die EU und ihre Funktionsweise nicht verstehen. Es wird zunehmend wichtiger, die Demokratie und die europäische Idee aktiv zu schützen und zu erklären. Die Teilnehmenden des Europäischen Wettbewerbs machen in ihren Werken genau das: Sie begreifen Europa als gemeinsames Projekt und entwickeln ein eigenes europäisches Bewusstsein.
Die Verzahnung kreativer Methoden mit klassischer Europabildung zählt zu den großen Stärken des Europäischen Wettbewerbs. Projektleiter Enno Coordes, Europareferent der Europäischen Bewegung Deutschland e.V., erklärt: „Der Europäische Wettbewerb gehört zu den ältesten und renommiertesten Instrumenten schulischer Europabildung in Deutschland. Er verbindet kreative Ausdrucksformen mit politischer Bildung, stärkt Demokratieverständnis, Toleranz und interkulturelle Kompetenz. Durch seinen interdisziplinären, inklusiven Ansatz macht er Europa im Klassenzimmer lebendig – von der Grundschule bis zur Berufsschule und quer durch alle Fachbereiche.“
Ausführliche statistische Auswertung der einzelnen Bundesländer sowie die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger auf Bundesebene finden Sie online.
Ausgewählte Arbeiten von Schülerinnen und Schülern finden Sie auf unserer Website, auf Instagram und YouTube. Auch im Best-of-Film sind zahlreiche Werke zu sehen. Die Arbeiten können mit Bezug zum Europäischen Wettbewerb genutzt werden.
Pressekontakt:
Maria Herwig, Kommunikationsreferentin
maria.herwig@netzwerk-ebd.de
Tel.: 030 – 30 36 201 71

