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Schulalltag neu denken | Europäische eTwinning Konferenz setzt neue Impulse

Foto: EBD_EW
Die fleißigen eTwinnerinnen und eTwinner aus Deutschland.

Engagierte und kreative Lehrkräfte gibt es überall – davon konnte man sich auf der internationalen eTwinning Konferenz in Warschau überzeugen: Ob beim „eTwinning Express“, in den einzelnen Workshops, in den „Keynote-speeches“ oder bei den Gesprächen auf dem Flur oder am Buffet: in Warschau wimmelte es vor Passion, Engagement und Motivation.

Spielerisch die Welt erkunden und das Interesse an verschieden Themen zu wecken – vor dieser Herausforderung stehen wohl alle Lehrkräfte. Die dreitägige eTwinning-Konferenz „Where past meets furture“ hat ein breites Spektrum angeboten, wie dies tatsächlich gelingen kann.

Dabei wurde nicht nur eTwinning wurde als Vehikel zur internationalen Vernetzungsarbeit oder Plattform für grenzüberschreitende Projektarbeit vorgestellt: Im Kulturerbejahr lag ein Fokus auf der Kulturerbevermittlung in Schulen und potentiellen Instrumenten zur Umsetzung. Klar, dass dabei der Europäische Wettbewerb nicht fehlen durfte – schließlich haben sich im vergangen Schuljahr nicht nur bundesweit Schülerinnen und Schüler mit dem Motto „Denk mal, worauf baut Europa“ befasst.

Gemeinsam mit der erfahrenen eTwinnerin Barbara Klaaßen stellte die Projektmanagerin Mareen Hirschnitz die vielfältigen Möglichkeiten und den Methodenreichtum des ältesten Schülerwettbewerbs vor und lud Lehrkräfte aus rund 40 Ländern dazu ein, sich über eTwinning zu beteiligen und Europa mit spannenden Themen kreativ und niederschwellig in die Klassen zu bringen. Die Projektkooperation besteht bereits seit sechs Jahren und konnte im Kulturerbejahr nahezu doppelt so viele Projekte hervorbringen, wie im Jahr zuvor. Wie dies im aktuell laufenden Schuljahr geschehen könnte, erläuterten die beiden schlaglichtartig an den Grundschulthemen der 66. Wettbewerbsrunde „YOUrope – es geht um dich!“: Du hast eine Stimme – wofür machst du dich stark? Welche Kinderrechte sind dir wichtig? Was erlebst du auf der Reise mit dem Flugtaxi durch Europa? Und welche Erfindung findest du wichtig?

Darüber hinaus wurden zahlreiche grenzübergreifende Projekte vorgestellt, diverse Webtools und Websiten weiterempfohlen und Ideen gesammelt, wie der Unterricht kreativer und interaktiver gestaltet werden kann: Kinder und Jugendliche aktiv einbinden und eine Art „Ownership“ generieren, um nicht nur Inhalte zu übermitteln, sondern auch altersgerecht neue Methoden und Instrumente einzusetzen und gegebenenfalls sogar den Unterrichtsfahrplan mitzugestalten, wurden breit diskutiert. „Thinking out of  the box and sharing it“ könnte der Slogan der dreitägigen Konferenz gewesen sein, zu der rund 500 Lehrerinnen und Lehrer teilnahmen: Ob aus Tunesien, Spanien, Irland, Schweden, Italien, Tschechien, Norwegen, der Türkei oder Jordanien – den Teilnehmenden war kein Weg zu weit. Dafür wurden sie mit einem tollen Programm, der diesjährigen Verleihung der eTwinning-Europe-Awards belohnt.

 

 

Auch der EU-Kommissar für Bildung ließ es sich nicht nehmen, die Lehrkräfte persönlich zu begrüßen. Tibor Navracic und sein Kollege Martin Teutsch machten in ihren Grußworten deutlich, dass das Engagement eines jeden einzelnen gefordert sei, um den aktuellen Herausforderungen auch auf europapolitischer Ebene beizukommen.

Internationaler Austausch sei ein Grundstein, um populistischen Bewegungen bewusst entgegen zu treten. Ebenso elementar sei es, sich und Schulen nicht der digitalen Welt zu verschließen, denn schon bald würden 9 von 10 Jobs in der digitale Fertigkeiten benötigen, so Marc Durando, Direktor des Europäischen Schulnetzwerkes.

Wir sagen danke für die tolle Möglichkeit zur Vernetzung und neue Ideen voranzubringen. Die Themen des Europäischen Wettbewerbs sind hier auch in anderen Sprachen zusammengestellt.