Aktuelles > Stimmen des EW | Von wegen Stop Motion – Europa ist in Bewegung | Serafinas Eindrücke aus Otzenhausen

Rheinland-Pfalz

Stimmen des EW | Von wegen Stop Motion – Europa ist in Bewegung | Serafinas Eindrücke aus Otzenhausen

Serafina Meßmer vom Jakob-Brucker-Gymnasium in Kaufbeuren hat sich in der 65. Wettbewerbsrunde „Denk mal – worauf baut Europa?“ mit dem Thema „Vielfalt macht stark“ beschäftigt und einen Essay geschrieben. Dafür wurde sie mit einem Reisepreis von der Bundesjury belohnt. Vom 9. bis 14. Juli hat sie gemeinsam mit Preisträgerinnen und Preisträgern aus Deutschland, Kroatien und Tschechien am European Youth Gathering in Otzenhausen teilgenommen und sich auf Spurensuche unseres kulturellen Erbes begeben: Think about it: What is Europe built on? – Looking for traces in European cultures Wie die 19-Jährig in dieser Woche erlebt hat, beschreibt sie für uns in ihrem Kurzbericht:

Als ich meinen Text zum Thema „Vielfalt macht Europa stark“ beim Europäischen Wettbewerb eingereicht habe, hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich so in den Genuss dieser spannenden und erlebnisreichen Woche kommen könnte. Die Fahrt gestaltete sich etwas schwierig, da die Europäische Akademie Otzenhausen nicht gerade zentral liegt. Dafür wurden wir sehr herzlich vor Ort empfangen. Schon an der Rezeption traf ich mit den anderen Teilnehmern zusammen und es entspannen sich interessante Gespräche. Nach dem sehr guten Abendessen lernten wir uns alle kennen und waren überrascht, wie schnell man sich untereinander verständigen und die Namen lernen konnte. Am nächsten Tag wurden wir professionell von den Gruppenleitern in das Thema der Woche eingeführt.

Besonders in Erinnerung bleiben wird uns allen das Spiel „Die Insel Albatros“ bei dem uns unsere kulturelle Brille vor Augen geführt wurde. Beim World Café am Nachmittag bekamen wir einige Leitfragen, die wir in internationalen Kleingruppen diskutierten. Es war besonders schön, dass sich daraus intensive Gespräche entwickelten und man sich auch mit anderen Meinungen auseinandersetzten musste. Beispielweise beim Thema Erhalt von Traditionen gab es ziemlich oppositionelle Standpunkte. Unsere Kreativität kam die ganze Woche auch nicht zu kurz. Am Abend zum Beispiel sollten wir uns in Kleingruppen ein Standbild ausdenken, um den Tag darzustellen. Zudem mussten wir drei Wörter finden, um ihn zu beschreiben. Das stärkte unsere Teamwork Fähigkeit, denn es mussten Kompromisse gefunden werden, da sich so ein ereignisreicher Tag nicht einfach in wenigen Worten beschreiben lässt. Nicht nur beim internationalen Abend lernten wir die Kulturen der anderen Teilnehmer kennen, auch beim Abendessen entspannen sich lehrreiche Gespräche, bei denen man Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede fand. Diese Unterschiede wurden auch am nächsten Tag noch deutlicher, als wir über verschiedene Assoziationen mit historischen Daten sprachen. Am Donnerstag stand die Fahrt nach Straßburg an. Dort hörten wir einem Vertreter des Europarats zu und besichtigten im Anschluss die Altstadt. Bei der Fotorally lernten wir auch einige Einheimische kennen, da wir mehrere lustige Aufgaben abarbeiten mussten. Am Freitag waren alle traurig, da es der letzte Tag war. Unserer Kreativität war keine Grenze gesetzt, und so entstand ein Song, ein Stop-Motion-Video, ein Kurzfilm und ein Kleid zum Thema „Welches kulturelle Erbe wollen wir hinterlassen?“. Mir hat der Dreh des Stop-Motion-Videos sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte richtig viele Ideen und konnte sie gut einbringen, außerdem merkte ich, dass ich diese Technik auf jeden Fall öfter anwenden will.

Foto: Serafina Memßer

Den letzten Abend verbrachten wir im „youthroom“. Wir merkten dass wir alle in dieser Woche zusammen geschweißt worden sind und konnten uns am nächsten Morgen nur schwer von unseren neuen Freunden trennen. Ich bin sehr froh, dass ich bei diesem Jugendtreffen teilgenommen habe. Ich konnte so viel Neues lernen und habe so interessante Jugendliche kennen gelernt. Diese Erfahrungen haben mich auf jeden Fall persönlich weiterentwickelt und ich werde diese Woche gerne in Erinnerung behalten.

Hier findet ihr alle „Stimmen des EW“. Ihr möchtet auch erzählen, wie ihr euren Wettbewerbsbeitrag erstellt habt oder was ihr dank des Europäischen Wettbewerbs erlebt habt? Schreibt an team@ew2018.de!