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Unsere PreisträgerInnen erkunden Brüssel

Die Sommerpause ist vorüber und die Agenda der Parlamentarier in Brüssel gut gefüllt. Dennoch hat der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, wieder acht Preisträgerinnen und Preisträger des Europäischen Wettbewerbs eingeladen, die Schaltzentrale der europäischen Politik zu besuchen. Ziel war es, hinter die Kulissen zu schauen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wer und was hinter „denen in Brüssel“ eigentlich steckt. Wer trifft Entscheidungen, wer nimmt Einfluss und wer muss zustimmen?

Foto: Sebastian Lang
Die EW-Preisträgerinnen und Preisträger sind in den Genuss gekommen, an einer Ausschusssitzung teilzunehmen und verfolgen die Debatte interessiert.

Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie ihre betreuenden Lehrkräfte machten sich letzte Woche auf den Weg in die Hauptstadt Europas. Nicht nur das Parlamentarium, sondern auch das Europäische Parlament selbst, Gespräche mit dem Vizepräsidenten des Parlaments und der Pressesprecherin der EVP-Fraktion standen auf dem Programm. Ein besonderes Highlight war für unsere Preisträgerinnen und Preisträger sicher auch die Ausschussdebatte, die sie live miterleben durften.

Foto: Rainer Wieland mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Europäischen Wettbewerbs vor der Pressewand im Europaparlament

Rainer Wieland MdEP, der auch Präsident der Europa-Union Deutschland ist, nahm sich selbst in mehreren Gesprächsterminen Zeit für die Jugendlichen aus Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen und stand ihnen Rede und Antwort zu seiner europäischen Laufbahn, seinem Leben und Alltag als Europaabgeordneten, aber auch zu großen europa- und weltpolitischen Fragen: „Wie sind Sie in die Politik gekommen? Was reizt sie an Europa? Gibt es im Europaparlament einen Fraktionszwang? Darf jeder Abgeordneter in den Parlamentsausschuss, für den er/sie sich interessiert? Und warum gibt es überhaupt zwei Sitze des Europäischen Parlaments und macht das heute noch Sinn?“

Foto: Sebastian Lang
Die Preisträgergruppe wandelt auf den Wegen der Europäischen Integration

Im Parlamentarium lernte die Gruppe die Integrationsgeschichte der Europäischen Union kennen und begab sich dabei nicht nur auf eine Zeitreise durch die jüngste europäische Geschichte, sondern auch auf eine Reise über den europäischen Kontinent. Diese Entdeckungstour setzten sie am Mittwoch im Haus der Europäischen Geschichte fort, wo sie einzelne Geschichtsepochen auf den jeweiligen Etagen durchschritten, prägnante Umbrüche und Zeugnisse dieser Ereignisse vor Augen geführt bekamen.

In der Landesvertretung Baden-Württemberg bei der EU erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger abschließend einen Eindruck über die vielfältigen Wege der Einflussnahme in Brüssel: Im Brüsseler Sinne agieren nicht nur Unternehmen oder Wirtschaftsvertreter als Lobbyisten, sondern auch Gewerkschafter, Vertreter von NGO’s und eben auch von Nationalstaaten und Regionen.

Näher kommt man wohl kaum an den Wunsch heran, sich einen Tag lang wie ein Europapolitiker zu fühlen: egal ob auf den Gängen des Europäischen Parlaments, im Plenarsaal, im Ausschusssaal, im Abgeordnetenbüro, ja selbst am berühmten Pommesstand Maison Antoine und in den Straßen und historischen Gassen der Stadt.

Wir danken Rainer Wieland und seinem Team für die Organisation und die Ermöglichung der Reise. Fürseine ehrenamtliche Unterstützung und bundesweite Kooperation mit der Europa-Union Deutschland e.V. sind wir ebenfalls sehr dankbar!

Weitere Eindrücke von der diesjährigen Brüsselreise gibt es in unserem Facebook-Album.