Die 17-jährige Despoina Asmanidou von der Deutschen Schule Thessaloniki berichtet von ihrer Reise zur Europäischen Akademie Otzenhausen, zu der 10 Preisträgerinnen des 73. Europäischen Wettbewerbs eingeladen waren. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Deutschland, Italien, Rumänien und der Ukraine erlebte sie eine Woche voller interkultureller Begegnungen, gemeinsamer Projekte und neuer Freundschaften. Besonders der Kulturabend, der Ausflug nach Straßburg und das kreative Arbeiten zum Thema Menschenrechte machten die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Lesen Sie, welche Eindrücke Despoina aus Otzenhausen mit nach Hause genommen hat.
Vom 29. Juni bis zum 04. Juli haben sich insgesamt 40 Jugendliche – aus Italien, Rumänien, der Ukraine und Deutschland – in der Europäischen Akademie Otzenhausen zusammengefunden, darunter auch 10 Gewinnerinnen des 73. Europäischen Wettbewerbs. Es war eine Erfahrung, die für uns alle unvergesslich war.

Bereits am ersten Tag hatten alle großen Spaß daran, sich mit den anderen über ihre verschiedenen Kulturen auszutauschen. Lebhafte Diskussionen und lautes Lachen erfüllten am ersten Tag für einige Stunden die Gänge der Akademie. Die Dynamik in der Gruppe war durchweg positiv, was nicht zuletzt an der Unterstützung durch die Leitenden lag. Die beiden organisierten abwechslungsreiche Spiele, die den Teilnehmenden ein Gefühl von Leichtigkeit und Unbeschwertheit vermittelten und so die Kommunikation unter den Jugendlichen förderten.
Die besten Erfahrungen des Seminars waren definitiv der Kulturabend, das Kreativprojekt und der Besuch in Straßburg. Am zweiten Abend sollte jede Gruppe ihr Land präsentieren. Tänze, Lieder und zahlreiche Traditionen wurden vorgestellt. Man hatte die Möglichkeit, unfassbar viel zu lernen, was den Abend nur noch spannender machte. Abgesehen von ein paar Unterbrechungen war dies mit Abstand einer der schönsten Abende, da alle Interesse an den verschiedenen Kulturen zeigten und sich alle auch viel Mühe für ihre Präsentationen gaben.
Am 02. Juli begaben wir uns dann auf ein neues Abenteuer und kamen früh morgens, nach einer zweistündigen Busreise, in der wundervollen Stadt Straßburg an. Vor Ort wurden wir dann von einem sehr netten und energiegeladenen Tourguide durch die Stadt geführt und haben ein bisschen mehr darüber erfahren. Anschließend konnten wir die Stadt für drei Stunden genießen, wobei für die meisten Shopping angesagt war. Um 16:00 Uhr mussten wir leider wieder abreisen.
Am nächsten Tag (und somit auch dem letzten) durften wir unser Kreativprojekt fertigstellen. Die ganze Gruppe wurde in mehreren Kleingruppen eingeteilt und sollte ein kleines Häuschen bemalen, welches dann als eine Bibliothek fungieren würde. Jede Gruppe hat sich dann entweder einen Slogan oder eine Skizze zum Thema Menschenrechte ausgedacht und diese auf dem Häuschen festgehalten.
Insgesamt würde ich diese Erfahrungen unbedingt weiterempfehlen, wenn man sein Wissen über andere Kulturen erweitern will und neue Freundschaften schließen will. Eine Woche ist zwar wenig – kann aber dennoch, wie in meinem Fall – zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Mit Dank an Despoina für den Text und das Foto.

