Zwischen Pinseln, Farben und neuen Freundschaften in Schwedt

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Beim Preisträgertreffen des internationalen Flow Zeichenwettbewerbs in Schwedt/Oder war auch die Preisträgerin Sophie Birk vom 72. Europäischen Wettbewerb dabei. Sie berichtet über ihre Erlebnisse und Begegnungen während der kreativen Woche.

Vom 13.9.2025- 17.9.2025 fand in Schwedt/Oder das alljährliche Preisträgertreffen des „Flow-Zeichenwettbewerbs“ statt. Der Zeichenwettbewerb ist ein internationaler Wettbewerb, an dem 22 Länder teilnehmen. Bei dem Preisträgertreffen waren unter anderem Jugendliche aus Taiwan, Polen und der Ukraine dabei. Dieses Jahr waren ebenfalls vier Bundespreisträgerinnen des 72. Europäischen Wettbewerbs zum Preisträgertreffen eingeladen. Ich hatte das Glück eine dieser vier sein zu können. Während dieser Woche konnten wir uns über unsere Kunst austauschen und gemeinsam kreativ sein.

Das Programm begann am Samstagnachmittag. Wir haben uns alle in der Kunstschule in Schwedt getroffen, uns kennengelernt und einander vorgestellt. Daraufhin wurden wir in unsere Unterkunft, eine alte Tabakfabrikantenvilla, gebracht. Dort haben wir ein paar Spiele gespielt und gemeinsam gekocht. Nach dem Abendessen wurde uns das Atelier gezeigt, in das wir zu jeder Tages- und Nachtzeit gehen konnten. Dort haben wir den ersten Abend mit Malen und Zeichnen verbracht.

Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg zum Schwedter Hafen gemacht, um dort zu zeichnen. Am Hafen angekommen hat sich jeder einen Platz gesucht, um verschiedene Bereiche zu malen. Am Nachmittag sind wir schließlich wieder zurück in die Unterkunft gefahren. Den Abend verbrachten wir wieder mit gemeinsamen Malen im Atelier.

Am Montag stand die Besichtigung des Theaters und die dazugehörigen Werkstätten auf dem Programm. Am Vormittag waren wir zunächst in den Werkstätten des Theaters. Dort wurden wir herumgeführt und uns wurde alles genau gezeigt und erklärt. Anschließend hat sich jeder einen Platz in den Requisitenlagern ausgesucht, um sich davon inspirieren zu lassen und zu malen. Am Nachmittag sind wir schließlich in das Theater gegangen, wo wir ebenfalls herumgeführt wurden. Nach der Führung haben wir wiederum gemalt und durften uns dazu sogar auf die Bühne und in den großen Saal setzen. Am Abend haben wir wieder die Zeit genutzt, um an unseren Bildern weiterzuarbeiten.

Für den Dienstag war die Kanutour im Nationalpark geplant. Wir haben unsere Malsachen in die Kanus geladen und sind losgepaddelt. An diesem Tag war es sehr windig und wir mussten unsere ganze Kraft aufwenden. Der Nationalpark „Unteres Odertal“ ist eine Aue, die im Winter komplett überflutet wird. Am Mittag haben wir eine Pause gemacht, um etwas zu essen und natürlich auch um zu malen. Außerdem hatten wir Platten für Linoldruck dabei, in die wir unsere Motive hineingeschnitzt haben. Wir konnten unsere Motive sogar gleich drucken. Nach einem kurzen Vortrag von den Rangern, die uns begleitet haben, ging es schließlich weiter. Am späten Nachmittag kamen wir dann wieder in unserer Unterkunft an. Wir haben die Zeit genutzt, um unsere Bilder fertigzustellen, denn am nächsten Tag war bereits die Ausstellung.

Am Mittwoch war der letzte gemeinsame Tag. Am Morgen sind wir in das Theater, das wir am Montag schon besichtigt hatten, gefahren, um die Ausstellung vorzubereiten. In der Ausstellung wurden die Zeichnungen der Preisträger des Flow-Wettbewerbs und die Zeichnungen, die wir in den letzten Tagen gemalt haben, gezeigt. Nach dem Mittagessen haben wir noch einen gemeinsamen Abschluss gemacht, als auch schon die ersten Besucher und die Preisträger, die nicht die Reise in das Camp gewonnen hatten, eingetroffen sind. Zum Abschluss der Woche fand schließlich die Preisverleihung des Flow-Wettbewerbs statt. Auch wir vier vom Europäischen Wettbewerb waren dazu eingeladen und freuten uns, als auch unsere Zeichnungen dem Publikum gezeigt wurdet und wir auf die Bühne gebeten wurden.

Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und am Ende der Woche bin ich glücklich mit ganz vielen neuen Erfahrungen und voller Inspiration nach Hause zurückgefahren.

Mit Dank an Sophie Birk für den Text und Alfred Prenzlow für die Fotos.

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