Simon Khalil
Yaryna Skulska
Fedir Konovalov
Leon Mrugowski
Francis Afriyie
Anna Wiebe
Damla Caglar

Goethe-Gymnasium, Hamburg

Europabezug: Aktiv gegen Mikroplastik Plastik ist überall – auch da, wo es gar nicht hingehört. Kleinste Plastikteile landen womöglich in unserem Trinkwasser und Essen, sind in Kosmetika (vor allem in Peelings oder Shampoos) und werden viel aus den Fasern neuer Kleidung herausgewaschen. Fakten, die jeder wissen sollte, um die Verbreitung von Mikroplastik in unserer Umwelt zu vermeiden. Zu diesem Thema hat das Kunst-Profil am Goethe-Gymnasium eine Foto-Plakatserie erstellt, die plakatiert im Stadtteil zum Vermeiden von Mikroplastik in Hamburg und ganz Europa aufrufen soll.

Die Arbeit erhielt von der Bundesjury die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Bild (Modul S).
Kommentar der Bundesjury:

Simon Khalil aus dem Goethe-Gymnasium Hamburg hat sich zum Sonderthema „Europa – nur ab 16?“ künstlerisch – kreativ Gedanken gemacht, wie junge Menschen aktiv werden können, um Europa zu gestalten.
Mikroplastik beschäftigt nicht nur junge Menschen, aber der Fokus liegt auf Simons Idee, mit diesem 59 x 42 cm großen Plakat Aufmerksamkeit zu erzeugen. Im Mittelpunkt des Plakats steht ein Jugendlicher in schlichter, heller Kleidung vor einem dunklen Hintergrund. Im oberen Bereich erscheint deutlich hervorgehoben das Schlagwort MIKROPLASTIK, womit der Fokus direkt und eindringlich auf das Problem gelenkt wird. Über ihm regnet es blaue, relativ große Plastikteile, die die Aufmerksamkeit darauf richten, dass man sich der Allgegenwärtigkeit des eigentlich unsichtbaren Phänomens nicht entziehen kann. Im unteren Bildteil steht „Jetzt auch im Regen!“. Diese Behauptung löst im Betrachter zunächst einen Widerstand und Neugier aus, wie es denn möglich sei, dass vermeintlich reines Regenwasser nun auch betroffen sein sollte. Regen, im Sinne eines lebensspendenden Wetterereignisses eigentlich positiv konnotiert, dient hier nun als Vehikel einer länderübergreifenden Betroffenheit eines jeden Bewohners der EU bzw. der gesamten Erde und stößt somit tiefgründige Auseinandersetzung an. Überzeugend an der Herangehensweise ist vor allem die Aktion selber, wobei die Themen vielfältig sein könnten. Wie schaffen es Jugendliche Aufmerksamkeit für ihre Themen zu generieren?! Mit dem prägnanten, eindringlichen und provokanten Plakat zum Thema Mikroplastik hat Simon Khalil einen überzeugenden Beweis dafür geliefert, dass Jugendliche Aufmerksamkeit mit cleveren Plakaten erzeugen können.

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