Theresa Grau (18 Jahre)
Annabel Rich (18 Jahre)
Ricarda-Huch-Schule, Hessen
Kommentar von Theresa und Annabel zu ihrer Arbeit: Ein blutendes Herz in einer Hand – Kunst oder doch einfach nur eine Darstellung von Grausamkeit? Immerhin ist es etwas so Skurriles, mit dem man raue Gewalt und Unmenschlichkeit verbindet. Künstlerische Freiheit ist als Grundrecht niedergeschrieben – jedoch ist der Rahmen dieser nicht genau definiert. Sie hat für jeden einzelnen Menschen eine andere Bedeutung – Ihre Grenzen sind ganz individuell gesetzt. Im Endeffekt liegt es im Auge des Betrachters, was noch ästhetische Kunst ist, und was Grenzen überschreitet und somit am Ziel/Gehalt der Kunst vorbeigeht. Damit befasst sich unser Gemälde. Europa ist unvorstellbar vielfältig – 750 Millionen Menschen aus 47 Ländern – alles Individuen mit eigenem Verstand und Charakter. Damit lässt sich auch auf die Frage, welche Tabugrenzen Kunst nicht überschreiten darf, nicht allgemein antworten. Denn genauso wie verschieden Menschen sind, so divers ist auch die Kunst und die damit verbundenen Ansichten dazu, wie weit Kunst gehen darf: Unser Bild soll illustrieren, dass jeder Mensch für sich und mit sich selber ausmacht, was für einen noch dem Rahmen der Kunst als ästhetisch entspricht und toleriert wird. So empfinden wir das Gemälde als künstlerisch sehr gehaltvoll und interessant. Aus anderer Betrachtungssicht wiederum könnte es eher als anstößig und verstörend wahrgenommen werden.


