Der Schülerwettbewerb entstand 1953 in Frankreich als Projekt der Europäischen Jugendkampagne. Zunächst war er als ein Aufsatzwettbewerb älteren Schülerinnen und Schülern vorbehalten.

Schon bald konnten auch die Jüngeren teilnehmen. Der Wettbewerb wurde umstrukturiert: Statt an einem Tag fand der Wettbewerb nun schuljahresbegleitend statt und künstlerische Methoden wurden zugelassen.

Gesteuert wurde die Initiative von einer internationalen Kommission sowie von Nationalkommitees. Unterstützung erhielten diese von der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EKGS), dem Europakolleg in Brügge sowie der Europäischen Bewegung. Eine große Bedeutung kam schon damals den Reisepreisen zu: Der Austausch von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Nationen sollte die heranwachsende Generation zu einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit bewegen.

Im Laufe der Jahrzehnte nahmen immer mehr Länder am Wettbewerb teil, die sich durch den Verein Europe at school vernetzten. Nach Fall des Eisernen Vorhangs waren auch mittel- und osteuropäische Staaten zur Teilnahme eingeladen. Über 30 Länder waren so am Schülerwettbewerb beteiligt.

Ein Internationales Komitee mit Sitz in Bonn koordinierte die Zusammenarbeit der verschiedenen Länder. Der Schülerwettbewerb wurde durch europäische Fördergelder unterstützt und stand unter der Schirmherrschaft des Europarates.

Als die EU-Förderung eingestellt wurde, sahen sich viele Länder gezwungen, ihre Teilnahme am Schülerwettbewerb zu beenden. Aktiv engagieren sich heute im Netzwerk noch Kroatien, Griechenland, Österreich, die Slowakische und die Tschechische Republik, einige polnische Regionen und Deutschland.

Heute ist der Europäische Wettbewerb in Deutschland fest etabliert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Auswärtige Amt, die Kultusministerkonferenz, der Bundeskanzler und der Bundespräsident unterstützen ihn als Instrument der europapolitischen Schulbildung.